Spendenrückmeldung: Ecuador – Nueva Rocafuerte (7.000 €) Hebammenausbildung

von eg
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Ecuador, Ausbildung von Gesundheitspromotorinnen und Geburtshelferinnen im Urwaldkrankenhaus Hospital Franklin Tello Nuevo Rocafuerte – Zeitraum 2018 bis 2020

Adveniat Projektnummer 231-001/0101
Adveniat Fördersumme 12.000 Euro = 14.822 US Dollar (Davon 7.000 € von Stiftung Sankt Elisabeth Eisenach gefördert)

Essen, 28. Februar 2020

Projektbeschreibung

Das 1965 gegründete Hospital „Franklin Tello“ mit Sitz in Nuevo Rocafuerte liegt im äußersten Osten der Provinz Orellana, einem Teil des Amazonasgebietes von Ecuador, unmittelbar an der Grenze zu Peru.

 

Es handelt sich um das einzige Hospital auf einer Stecke von 300 Kilometer entlang des Río Napo in Ecuador und 250 Kilometer entlang des Flusses in Peru. Der Fluss ist die einzige Transportverbindung. Aufgrund seiner Lage betreut das binational ausgerichtete Hospital eine Bevölkerung von ca. 6.000 Einwohnern auf ecuadorianischer Seite und eine ähnlich hohe Zahl jeweils indigener Bevölkerung auf peruanischer Seite.

Eingangsbereich des Hospital Franklin Tello an der Grenze von Ecuador und Peru

Bericht der Projektverantwortlichen Dr. Guzmán M. Bernabéu Lorenzo ofm (Direktor des Hospital Franklin Tello)

Folgende Maßnahmen fanden im Rahmen des Projektes statt bzw sind noch geplant:
2. Mai 2018: Eintägiges Vorbereitungstreffen u.a. für die Gesundheitshelferinnen aus sechs Gemeinden der Region am Rio Napo.
25. bis 29. Juni 2018: Workshop zum Wissensaustausch für die traditionellen Hebammen aus diesen sechs Gemeinden. Basis für diese Workshops war ein Arbeitshandbuch, das Adveniat vorliegt.
10. bis 14. Juni 2019: Dritter Workshop, das detaillierte Programm liegt Adveniat vor.
Voraussichtlich Mitte März 2020: Vierter Workshop.

Beispiele für die Themen der Workshops:

  • Erlernen der Grundlagen zum Erkennen klinischer Symptome bei Mutter, Fötus und Neugeborenem
  • Kenntnis der Alarmsignale während Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und bei Neugeborenen
  • Informationsaustausch über die Gesundheitsarbeit mit den Menschen in den jeweiligen Gemeinden und zu den täglichen Problemen dabei sowie zu den traditionellen Heilmethoden

Neben den indigenen Gesundheitshelfern waren auch Software-Experten, Neonatologen und ausgebildete Geburtshelfer sowie zeitweise auch zwei deutsche Medizinstudenten bei den Workshops anwesend.
Mit diesen Maßnahmen wird eine permanente Ausbildung und Motivationsaufbau erreicht, damit die traditionellen Hebammen immer stärker in die Betreuung durch das Krankenhaus integriert werden.

Die verwendeten Dokumente liegen Adveniat vor bzw. können online abgerufen werden:

1. Handbuch für Hebammen (1. Workshop)
2. Ein Buch für Hebammen. https://we.riseup.net/assets/226612/Libro%20parteras%20hesperian.pdf
3. Zertifikat über Vitaldaten
4. Tägliche Teilnehmerliste
5. Workshop-Zeitplan
6. Workshop-Bewertung
7. Rechnungen und Quittungen

Bisherige Ausgaben und Anschaffungen:

Von Adveniat bereitgestellt 14.822,- USD:
bis Ende 2018 ausgegeben      8.622,- USD
bis Ende 2019 ausgegeben      1.700,- USD
Stand heute noch verfügbar    4.500,- USD

 

Außerdem können die angeschafften Materialien wieder eingesetzt werden, u.a.:

  • 1 „Mummy Birthie Dummy“ (siehe Foto)
  • 8 Maßbänder
  • 8 Pinard-Stethoskope
  • 8 Blutdruckmessgeräte und Stethoskope
  • 4 Fetogramm-Roulettes
  • 5 sterile Roben,
  • 4 Kopien des Handbuchs für Hebammen
  • 5 Exemplare „Ein Buch für Hebammen: Geburtshilfe“

Die Kosten für die Folge-Workshops sind relativ gering da sie sich im Wesentlichen auf Transport und Verpflegung sowie den Kauf von preiswerten Büchern beschränken.

 

Link zum Berichts-PDF

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