Hebammenprojekt: „Mutter und Kind sollen leben!“ in Guatemala

von eg
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Fördersumme unserer Stiftung: 15.000 € für die Unterstützung des Hebammenprojekt von Brot für die Welt  „Mutter und Kind sollen leben!“ in Guatemala

Organisation ASECSA bildet Hebammen aus

Im Hochland Guatemalas kommen die meisten Kinder zu Hause zur Welt. Unterstützt werden die Gebärenden in der Regel von traditionellen Geburtshelferinnen, denen es jedoch häufig an den notwendigen medizinischen Kenntnissen mangelt. Die Organisation ASECSA bildet die Hebammen weiter und hilft so, Leben zu retten.

Armut und medizinische Unterversorgung

In Guatemala leben 67% der Bevölkerung in Armut, von denen 11% von extremer Armut betroffen sind. Es besteht eine Unterversorgung im Gesundheitssektor, denn Krankenhäusern und Gesundheitsstationen mangelt es notorisch an Personal, Medikamenten und finanziellen Ressourcen.

Gesundheitssystem diskriminiert indigene Hebammen

Besonders die indigene Bevölkerung leidet unter Diskriminierung und sieht sich im Gesundheitssystem oftmals mit Sprachbarrieren konfrontiert.

Aufgrund der großen Versorgungslücken des staatlichen Systems nutzen viele Frauen aus ländlichen Gebieten das Angebot von traditionellen Hebammen und Gesundheitspromotor*innen, die in den Gemeinden verankert sind und deren Praktiken auf indigenen Traditionen basieren. Sie verbessern durch ihre Funktion im Bereich der Gesundheitserziehung und konkreter Versorgung das lokale Angebot, werden aber von den staatlichen Gesundheitsinstitutionen abgelehnt, indem ihnen die Begleitung ihrer Patient*innen und die Anwendung ihrer Praktiken in staatlichen Institutionen verboten werden. Dies hat zur Folge, dass es nur eine geringe Zusammenarbeit zwischen den beiden Systemen gibt und die indigene Bevölkerung kaum das staatliche System nutzt. Hierbei sucht das vorliegende Projekt Abhilfe zu schaffen, indem die Zusammenarbeit und Anerkennung der Hebammen und Gesundheitspromotor*innen gefördert und, wo nötig, eingefordert wird.

Projektziel: Diskiminierung verringern und Ausgrenzung beenden

Das Projektziel ist es, die fortwährende Diskriminierung der indigenen Bevölkerung in Guatemala zu verringern und ihre Ausgrenzung im Gesundheitsbereich zu beenden. Es stärkt zugleich die in den indigenen Gemeinden verwurzelten Strukturen und trägt zum Erhalt der kulturellen Errungenschaften und Traditionen der beteiligten Mayagruppen bei.

Dazu werden unter anderen durch Workshops, Dialogtreffen und Informationskampagnen in 27 Gemeinden ca. 25.000 Personen (davon ca. 6.900 Männer), die von den Hebammen und Promotor*innen des Projektes betreut werden und ca. 60.000 Hebammen (davon 20.000 im Gesundheitsministerium registriert) angesprochen. Ferner werden auch Feldbesuche durchgeführt und  Gesundheitspromotor*innen sowie Hebammen ausgebildet. Dadurch findet der Kapazitätsauf- und Ausbau im Gesundheitswesen Guatemalas bei dieser verletzlichen Bevölkerungsgruppe statt.

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